VITA

Im Zentrum des musikalischen Interesses von Felix Schwandtke steht die reiche Musiktradition des 17. und 18. Jahrhunderts. Ausgehend hiervon erstreckt sich sein Repertoire aber ebenso auf die großen oratorischen Werke der Klassik und Romantik sowie zeitgenössische Kompositionen.

Er arbeitet regelmäßig mit den namhaften Alte-Musik-Ensembles aus ganz Europa und darüber hinaus, so z.B. dem Freiburger Barockorchester, der Niederländischen Bachvereinigung unter Johanna Soller, Shunske Sato und Jos van Veldhoven, dem Boston Early Music Festival Ensemble unter Paul O’Dette und Stephen Stubbs, dem Collegium 1704 unter Václav Luks, Concerto Copenhagen unter Lars Ulrik Mortensen, dem Dunedin Consort unter John Butt, der Wiener Akademie unter Martin Haselböck und dem Wrocław Baroque Orchestra unter Jarosław Thiel. Zudem verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Leiter der Internationalen Bachakademie Stuttgart, Hans-Christoph Rademann. Unter dessen Dirigat ist er immer wieder zu Gast bei der Gaechinger Cantorey und wirkte bei zahlreichen CD-Produktionen der ersten Heinrich-Schütz-Gesamteinspielung mit.

Zu seinen weiteren künstlerischen Weggefährten zählen Dirigenten wie Kristian Bezuidenhout, Reinhard Goebel, Howard Arman, Andreas Spering, Hermann Max, Manfred Cordes oder Ludger Rémy sowie der Regisseur und Barocktänzer Milo Pablo Momm, von dem er wichtige Impulse im Bereich der historischen Gestik erhielt.

Immer wieder ist er bei großen sinfonischen Orchestern und in den wichtigen europäischen Konzerthäusern zu Gast. Im November 2025 debütierte er im Wiener Musikverein mit weltlichen Bach-Kantaten sowie im Großen Saal der Berliner Philharmonie mit dem Gewandhausorchester Leipzig in einer Aufführung der h-Moll-Messe. Bei den Nürnberger Symphonikern sang er im Dezember 2023 Kantaten von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Im April 2021 gastierte er im Concertgebouw Amsterdam mit Reinhard Keisers Brockes-Passion sowie im Dezember 2018 in der Hamburger Elbphilharmonie beim Philharmonischen Staatsorchester Hamburg unter der Leitung von Kent Nagano. In der Spielzeit 2016/17 war er an der Staatsoper Hamburg in »¡Gesualdo!« (Regie: Calixto Bieito) zu erleben, sowie 2015 an der Semperoper Dresden als Bogdanowitsch in Lehárs »Die lustige Witwe« und in der Uraufführung der Kammeroper »Mise en abyme / Widerspiegelung« von Lucia Ronchetti (Regie: Axel Köhler). Für Dezember 2026 sind Aufführungen des Weihnachtsoratoriums mit der Dresdner Philharmonie geplant.

Einen weiteren Schwerpunkt seiner künstlerischen Tätigkeit bildet die zeitgenössische Musik. Er ist Mitglied des Vokalensembles The Present, das mit innovativen Programmkonzeptionen Neue und Alte Musik auf unerwartete Weise verbindet. Darüber hinaus wirkte er regelmäßig in zeitgenössischen szenischen Produktionen mit, so z.B. im Rahmen der Münchner Biennale in der Uraufführung »Königliche Membranwerke – Nomictic Solutions« oder in Wolfgang Mitterers »Das tapfere Schneiderlein« am Staatsschauspiel Dresden.

Felix Schwandtke studierte Gesang in Dresden und lebt als freischaffender Sänger in Leipzig.

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