Vita

Felix Schwandtke | Bass


Ratio, Emotio, Physis – diese drei Aspekte des Menschlichen im Singen vereinen zu können, das ist die große Herausforderung und ein tiefes Glück im Leben von Felix Schwandtke. Als Sohn einer Mathematikerin und eines Ingenieurs prägt das Analytische sein Wesen; in der Musik begegnet ihm ein Weg, diesen Teil in Beziehung zum Affekt zu setzen und das sich ausbreitende Spannungsfeld mit Freude zu erforschen.

Mit großer Begeisterung bewegt sich der junge Bass im weiten Gebiet der Alten Musik. Hier arbeitet er mit den namhaften Ensembles aus ganz Europa, wie z.B. mit De Nederlandse Bachvereniging unter Jos van Veldhoven, Concerto Copenhagen unter Lars Ulrik Mortensen und dem Wrocław Baroque Orchestra unter Andrzej Kosendiak. Zudem verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Leiter der Internationalen Bachakademie Stuttgart, Hans-Christoph Rademann. So wirkt er als Basssolist u.a. regelmäßig bei der ersten Gesamteinspielung der Werke Heinrich Schütz’ mit, die bei Carus erscheint und 2018 ihren Abschluss finden wird.

Zu seinen weiteren künstlerischen Weggefährten zählen Dirigenten wie Manfred Cordes, Hermann Max, Andreas Spering oder Ludger Rémy sowie der Regisseur und Barocktänzer Milo Pablo Momm, von dem er wichtige Impulse im Bereich der historischen Gestik erhielt.

Zum Jahresbeginn 2017 gastierte er erstmals an der Staatsoper Hamburg in einer Produktion mit Musik Carlo Gesualdos (Regie: Calixto Bieito). In der Spielzeit 2014/15 hatte er sein Debüt an der Semperoper Dresden als Bogdanowitsch in Lehárs Die lustige Witwe sowie in der Uraufführung der Kammeroper Mise en abyme / Widerspiegelung von Lucia Ronchetti (Regie: Axel Köhler). Außerdem war er beteiligt an der erstmaligen Wiederaufführung der Barockoper Sardanapalus von Christian Ludwig Boxberg im Ekhof-Theater Gotha, die im Jahrbuch der „opernwelt“ als Wiederentdeckung des Jahres 2012 gefeiert wurde.

Einen weiteren Schwerpunkt seiner künstlerischen Tätigkeit bildet die zeitgenössische Vokalmusik. Er ist Mitglied im Ensemble AuditivVokal Dresden, das in unkonventionellen Konzertprogrammen den Reichtum der sängerischen Ausdrucksmöglichkeiten erschließt. Darüber hinaus wirkt er regelmäßig in zeitgenössischen szenischen Produktionen mit, so z.B. im Rahmen der Münchner Biennale in der Uraufführung Königliche Membranwerke – Nomictic Solutions oder in Wolfgang Mitterers Das tapfere Schneiderlein am Staatsschauspiel Dresden.

Felix Schwandtke studierte Gesang in Dresden und lebt als freischaffender Sänger in Leipzig.

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